Rezensionen

nICHt genug (nICHt genug-Reihe - Band 1)
 

Lesemama
gelber Sterngelber Sterngelber Sterngelber Sterngrauer Stern

Sei immer du selbst

Zum Buch:
Natalie hat eine beste Freundin, die zieht aber ans andere Ende der Stadtund hat auf einmal keine Zeit mehr für Natalie.
Am ersten Schultag in der neuen Schule behandelt Lily Natalie wie Luft und ist auch richtig gemein zu ihr.
Natalie ist völlig verunsichert und denkt jetzt, sie ist nicht genug. Nicht cool genug, nicht beliebt genug, nicht sportlich genug und so weiter.
Zum Glück lernt Natalie andere Schüler kennen, die sie so nehmen wie sie ist.

Meine Meinung:
Normalerweise mag ich Comicgeschichten nicht so gerne, aber diese ist echt toll.
Natalie ist ein sehr sympathisches Mädchen mit dem Herz am richtigen Fleck und total liebenswert. Das erkennen ihre neuen Klassenkameraden zum Glück und so braucht sie eine Freundin, die meint sie wäre zu cool für Natalie, nicht mehr.
Jeder ist genug, eines wichtige Botschaft, vor allem für jüngere Teenager, für alle auf dem Weg vom Kind zum Jugendlichen. Selbstwertgefühl ist wichtig und das ist der Hauptaugenmerk in der Geschichte. Zusammenhalt und Freundschaft ist genauso wichtig wie zu sein wie man eben ist.
Die Geschichtehat das sehr eindrucksvoll und absolut unterhaltsam erzählt. Dazu noch die tollen Comics. Ein rundum gelungenes Buch für junge LeserInnen.


signalhill
gelber Sterngelber Sterngelber Sterngelber Sterngelber Stern

Gute Message, tolle Illustrationen

Ich (nicht jugendlich, eher etwas älter) bin einfach nur versunken in Maria Scrivans " NICHt genug". Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, obwohl ich sonst weder Comic- noch Graphic Novel-Leserin bin. Dabei liebe ich sowieso die Bücher aus dem Loewe-Verlag, aber "NICHt genug" hat mich völlig geflasht.

Im Buch geht es um die Schülerin Natalie, die - scheinbar - gar nichts gut kann, während alle um sie herum singen, tanzen und noch so einiges mehr. Als ihre beste Freundin Lily nichts mehr mit ihr zu tun haben möchte, mehr noch, als Lily sie sogar mobbt, versteht Natalie die Welt nicht mehr. Doch wenn sie ehrlich ist, hat Lily sie schon immer ausgenutzt.... Sie versucht dennoch, die Gunst der besten Freundin wieder zu gewinnen und merkt erst einmal kaum, dass sie echte Freundinnen gefunden hat und dass sie auch etwas richtig gut kann. Und einen Jungen gibt es da auch noch...

Die Illustrationen in "NICHt genug!" scheinen oft zwar sehr einfach, doch auf den zweiten Blick steckt ganz viel darin. Es gibt her schräge Typen wie das Mädchen mit den Haaren im Gesicht, das stets ein Tutu trägt oder die Freundin, die immer ein paar widerspenstige Haare im Gesicht hat. Aber wenn man das Selbstbewusstsein hat, kann man sich auch mal zum Affen machen.

Das Buch ist für Kinder ab 8 Jahre empfohlen, auch, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Das Mädchen, mit dem ich das Buch lesen möchte, ist fast 8, aber fast noch ein wenig zu jung für das Buch. Auf jeden Fall würde ich "NICHt genug" für ältere GrundschülerInnen empfehlen. Ich selbst hatte aber auch viel Spaß daran, und sollten nicht auch wir Älteren uns wieder einmal an solche Themen erinnern?

Manchmal möchte man Natalie, die Protagonistin, gern anstupsen und sagen: "Hey, merkst du nicht, wer deine echten Freunde sind?". Aber Natalie braucht eben etwas länger. Wir aber auch manchmal.

Petra Sch.
gelber Sterngelber Sterngelber Sterngelber Sterngrauer Stern

wichtige Botschaft in witzigem Comic-Stil verfasst

Als Natalie auf die neue Schule kommt, freut sie sich schon, ihre beste Freundin Lily wiederzusehen. Die ist in den Ferien nämlich ans andere Ende der Stadt gezogen und hatte keine Zeit mehr für sie.
Doch gleich am ersten Schultag wird Natalie enttäuscht, sie sieht Lily mit einem anderen, stylischen Mädchen. Ein Mädchen, das all das ist, was Natalie nicht ist: cool, talentiert, sportlich.
Wie kann sie ihre beste Freundin wieder zurückgewinnen?

Das Buch spricht viele Dinge an, die Kinder beschäftigen: Schule, Freunde, Alltag. Aber vor allem: nicht "genug" zu sein.
Verpackt ist die Story in einem farbenfrohen Comic, in dem Natalie ihre Geschichte erzählt.
Durch diesen Comic-Stil ist das Buch auch sehr gut für Lesemuffel geeignet.

Zuerst lernt man Natalie kennen, sie beschreibt sich, ihre Familie und Haustiere, Hobbys und ihre beste Freundin Lily.
Und dann beobachtet man Natalie dabei, wie sie verzweifelt versucht, Lily mit allen möglichen Mitteln zurückzugewinnen, doch alles geht schief. Und sie bemerkt nicht einmal, wie sie dabei neue Freunde findet.
Zoe tat mir sogar richtig leid, denn alles, woran Natalie denken kann, ist, wie sie Lily zurückgewinnen kann und merkt dabei nicht einmal, dass sie Zoe weh tut. Obwohl die ihr immer wieder sagt, dass Natalie doch genau so, wie sie ist, gut ist, und dass Lily sie gar nicht verdient hat.

Jedenfalls ist es, wie immer in Büchern, doch eher "einfach", glücklich zu werden; das reale Leben sieht oft leider anders aus. Aber Kinderbücher brauchen auf jeden Fall ein Happy End und dieses hier war besonders schön!
Aufgelockert wird die Geschichte mit den Einschüben über Natalies Hund und Katze, die wir sehr witzig fanden! Überhaupt den Tagesablauf einer Katze ;)
Und am Schluss darf man Natalies Comic-Buch lesen, in dem sie eine Geschichte über einen Frosch schreibt-quasi über sich selbst, ihre Nerdigkeit, Tollpatschigkeit. Und dass sie dann irgendwann doch gemerkt hat: sie ist froh, sie selbst zu sein! Einfach nur toll!


Fazit:
Die wichtige Botschaft "Du bist so, wie du bist, genau richtig" wird hier in einem Comic-Buch mit viel Humor, aber auch viel Ernst in witzigen Illustrationen interessant und spannend dargestellt.

Jasminh86
gelber Sterngelber Sterngelber Sterngelber Sterngelber Stern

Genug hat nur fünf Buchstaben, die aber wichtig sind!

Die wichtigen und immer aktuellen Themen Freundschaft, Selbstwertgefühl, Schulalltag und Mobbing werden in dieser Geschichte altersgerecht aufgegriffen und in eine schöne Comicgeschichte eingebaut, sodass klare Botschaften der alltagsnahen Schulgeschichte klar und deutlich rüberkommen. Die komplette Handlung ist als Comic dargestellt, ausdrucksstarke und lustige Illustrationen sorgen deshalb auch bei Lesemuffel für einen schnellen und interessierten Lesefluss. 234 Seiten enthalten 19 Kapitel, die abwechslungsreich gestaltet sind. Neben einer detaillierten Beschreibung der Hauptfigur Natalie erfährt man viel aus ihrem spannenden Leben, unter anderem was sie mag und was in ihrem Leben wichtig ist. Aber auch schnell wird deutlich, dass das Selbstwertgefühl des Mädchens nicht sehr hoch ist. Sie findet sich unsportlich, nicht begabt und nicht cool genug. Aber ihre beste Freundin Lily ist ihr unheimlich wichtig, weshalb ihr diese Eigenschaften nicht allzu wichtig erscheinen. Das Blatt ändert sich jedoch rasch, als Natalie für Lily nicht mehr gut genug ist. Doch genau diese Wendung sorgt dafür, dass Natalie nach und nach erfährt, was wirklich wichtig in ihrem Leben ist und dass sie keinen Grund hat, an sich zu zweifeln. Ihr Selbstwertgefühl wird mit der Zeit immer höher, denn das Buch erzählt in lustigen und warmherzigen Dialogen eine schöne Geschichte. "nICHt genug" ist leicht zu lesen, verständlich und ein einfühlsames Comicbuch über den achtsamen Umgang mit sich selbst. Natalie ist ein sehr sympathisches und kommunikatives Mädchen, die nicht nur sich, sondern auch ihren Lesern aufzeigt, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Das durchgehend farbig illustrierte Comicbuch ist tiefgründig und einfühlsam, der Humor sorgt während des Lesens für gute Laune. Trotzdem gehen die ernsten Themen nicht unter, Kinder werden ermutigt und animiert, sich selbst anzunehmen, wie sie sind. Die Geschichte handelt von Individualität und davon, wie schön es sein kann, die eigene Besonderheit anzunehmen und zu dem zu stehen, was einen ausmacht. Es wird verdeutlicht, dass das Leben viel mehr Spaß macht, wenn man zu sich selbst steht. Jeder Mensch ist einzigartig, diese Botschaft kommt hier sehr gut rüber. Auch Natalie wirkt dank den farbenfrohen Bildern sehr authentisch, ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen werden gut zum Ausdruck gebracht. Der Schreibstil ist altersgerecht und leicht zu verstehen. Es macht Spaß, dieses stabile Buch mit dem auffällig gestaltetem Cover zu lesen. So können Kinder auch lernen, ihren eigenen Weg zu finden und sich optimal zu entfalten, egal welche individuellen Eigenschaften das Leben ihnen mitgegeben hat. Die Geschichte hilft, mit seinen eigenen Gefühlen besser umzugehen und das Selbstbewusstsein zu stärken. In einem gut sortierten Bücherregal sollte "nICHt genug" deshalb nicht fehlen. Auch wenn das Buch auf den ersten Blick wie ein typisches Mädchenbuch erscheint, finde ich es für Jungs gleichermaßen geeignet.

Marie aus E.
gelber Sterngelber Sterngelber Sterngrauer Sterngrauer Stern

Ich hatte mir mehr erwartet

Beworben wird das Buch als Tagebuchroman für Fans von Lotta Leben.
Tatsächlich ist es aber ein Comic, also schon ein etwas anderer Stil, streng angeordnet in den üblichen Comic-Kästchen.
Vielleicht bin ich deshalb nicht ganz warm geworden mit dem Buch. Ich mag den Comic-Roman-Stil, aber keine klassischen Comics.

Das große Thema des Buches ist Ausgrenzung, die verzweifelte Suche nach Anerkennung und das Thema Selbstwertgefühl.
Man möchte Natalie manchmal wachrütteln, so wie es ihre Freunde versuchen, weil so so wenig Vertrauen in sich hat.

Ein wichtiges Thema, mir hat bei der Bearbeitung hier ein Funken Humor gefehlt. Vielleicht ist das auch fehl am Platz, weil es Natalie wirklich nicht gut geht und vielleicht ist es nur nicht meine Art von Humor, denn Ansätze waren schon auch enthalten.

Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, aber der Funke ist nicht übergesprungen. Der Funke, der aus einem "ja, ganz nett" Buch ein "immer-wieder-lesen" Buch macht.

Lesehörnchen99
gelber Sterngelber Sterngelber Sterngelber Sterngelber Stern

Jeder ist toll wie er ist

Nicht genug. Natalie fühlt sich nicht ausreichend.
Ihre ehemals beste Freundin Lily kehrt ihr den Rücken zu und dadurch fühlt sich Natalie noch minderwertiger. Sie ist nicht sportlich genug, nicht modisch genug, nicht talentiert genug. Nicht genug um Freundschaften zu schließen ...

Ein Buch das jeder gelesen haben muss.
Ich bin normal kein Fan von Romanen über Mobbing und Opfer erhalten, aber dieses Buch hat mich bei der Leseprobe schon gehabt. Als ich das Schmuckstück dann in der Hand hielt war es auch gleich gelesen.
Natalie ist ein toller Mensch und sie ist auch auf jeden Fall genug. Mir gefiel die Message dieser Geschichte und mir gefiel die Darstellung.
Eine Mischung aus humorvoller Erzählung und tragischen Erlebten. Die Charaktere sind sehr authentisch dargestellt, jeder findet sich in der Geschichte. Ich fand es von Beginn an ganz großartig und hoffe, es gibt noch ganz viele solcher Bücher.