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Universalismus

Universalismus

Weltherrschaft und Menschheitsethos | Das Hauptwerk des großen Soziologen zur Globalgeschichte von Religion und politischer Macht | Platz 1 Sachbuchbestenliste WELT, NZZ, ORF | Hans Joas

Hardcover
2025 Suhrkamp
Auflage: 1. Auflage
975 Seiten; 20.6 cm x 13.4 cm
ISBN: 978-3-518-58827-7

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Hauptbeschreibung


Das Wohl aller Menschen bei moralischen und politischen Entscheidungen zu berücksichtigen – das ist heute für viele zumindest als Ideal gerechtfertigt. Aber schon immer gegeben und universell verbreitet ist ein solches Menschheitsethos nicht. Wann und wo ist es also entstanden – und warum eigentlich? Ist es eine Besonderheit der jüdisch-christlichen oder der westlich-aufklärerischen Tradition? Und wie hängt seine Entstehung mit der Geschichte imperialer Weltherrschaft zusammen? In seinem faszinierenden Buch folgt Hans Joas diesem Menschheitsethos in globaler Perspektive.



Von der sogenannten »Achsenzeit« ausgehend, zeichnet er dessen Entstehung in der griechischen Antike, in Judentum und Christentum, in Indien und China nach und betrachtet es im Zusammenhang mit imperialen Reichsbildungen bis hin zum Kolonialismus, Faschismus und Kommunismus. Kann es einen Universalismus ohne Imperialismus überhaupt geben? Und wie steht der Islam zu den achsenzeitlichen Entwürfen eines Menschheitsethos? Joas' Antworten auf diese großen Fragen fügen sich zu einem Opus Magnum, mit dem er seine vielbeachteten Arbeiten zur Geschichte von Religion und politischer Macht krönt.




Hans Joas, geboren 1948, ist Ernst-Troeltsch-Honorarprofessor an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin und lehrt als Mitglied des Committee on Social Thought an der University of Chicago. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Hans-Kilian-Preis, dem Max-Planck-Forschungspreis, dem Prix Ricœur, dem Theologischen Preis der Salzburger Hochschulwochen und zuletzt für das wissenschaftliche Lebenswerk mit dem Preis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie.


Genealogie des moralischen Universalismus – Nietzsche, Weber, Troeltsch


Von der Genealogie der Moral zur Genealogie des moralischen Universalismus


Das Christentum unter den Weltreligionen


Die Entstehung des moralischen Universalismus


Jenseits der Dynamik der archaischen Imperien


Das antike Israel: Monotheismus und moralischer Universalismus


Das antike Griechenland: Philosophische Vernunftethik und moralischer Universalismus


Das antike China: Die universalistische Aufladung kultureller Wertmuster


Das antike Indien: Ethische Askese im Dienste des moralischen Universalismus


Die Stoa: Radikalisierung des moralischen Universalismus der griechischen Antike


Das Christentum: Radikalisierung des universalistischen Potentials des antiken Judentums?


Imperialer Universalismus


Carl Schmitt und die Politische Theologie


Monotheismus als politisches Problem


Christliche Herrschersakralisierung: Bischof Eusebius und Kaiser Konstantin


Imperialer Konfuzianismus


Untergang des Imperiums – Rettung des Universalismus


Augustinus als ethischer und soziologischer Denker


Weder Sakralisierung des Imperiums noch Sakralisierung der Kirche


Opferkult: Ende oder universalistische Transformation


Der Buddhismus und der Zusammenbruch des Maurya-Reichs


Universalismus ohne Egalitarismus. Organische Sozialethik und die Metaphorik des Leibes Christi


Organische Sozialethik


Menschheitsideal und irdisches Gemeinwesen: Otto von Gierke


Die mittelalterliche Metaphysik der Geschichte und der Gesellschaft: Wilhelm Dilthey


Der Universalismus des mittelalterlichen Christentums und der Patriarchalismus der Liebe: Ernst Troeltsch


Asketische Berufsethik versus organische Sozialethik: Max Weber


Organische Sozialethik in Europa und Indien: Rationalisierungshindernis oder Reforminspiration


Corpus mysticum: Partikulare Sakralisierung unter Bedingungen des Universalismus


Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte: Entstehung und Folgen


Das Christentum zwischen Rassismus und seiner Bekämpfung: Martin Luther King und die amerikanische Bürgerrechtsbewegung


Rassismus als Erbe der europäischen Expansion


Eine »prophetische« Bewegung?


Gewaltfreie Aktionen und die Zuschreibung von Verantwortung


Transnationale Erfolgsbedingungen


Antikolonialer Widerstand und religiöse Vision: Mahatma Gandhi und die indische Unabhängigkeitsbewegung


Religion und Moral in Wechselwirkung


Indien: hierarchische Ordnung und moralischer Universalismus


Ahimsa und Satyagraha: Gewaltlosigkeit als Prinzip einer sozialen Bewegung


Gewaltlosigkeit und religiöser Pluralismus


Säkulare Utopie und Vernichtung aller Religion: Mao Zedong und der globale Maoismus


Marxistische Religionskritik und chinesische Religionsgeschichte


Kulturrevolution und Kampf gegen die Religion


Säkularer Universalismus ohne Sakralität der Person


Maoismus außerhalb Chinas


Ist der Islam ein Universalismus?


Fanatismus und Fatalismus. Die langsame Überwindung eines Feindbilds


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