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Auch eine Geschichte der Philosophie

Auch eine Geschichte der Philosophie

Band 1: Die okzidentale Konstellation von Glauben und Wissen. Band 2: Vernünftige Freiheit. Spuren des Diskurses über Glauben und Wissen | Jürgen Habermas

Medienkombination
2019 Suhrkamp
Auflage: 5. Auflage
1752 Seiten; 20.4 cm x 12.5 cm
ISBN: 978-3-518-58736-2

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€ 59,70

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Hauptbeschreibung

Das neue Buch von Jürgen Habermas ist auch eine Geschichte der Philosophie. Es gibt im Stil einer Genealogie darüber Auskunft, wie die heute dominanten Gestalten des westlichen nachmetaphysischen Denkens entstanden sind. Als Leitfaden dient ihm der Diskurs über Glauben und Wissen, der aus zwei starken achsenzeitlichen Traditionen im römischen Kaiserreich hervorgegangen ist. Habermas zeichnet nach, wie sich die Philosophie sukzessive aus ihrer Symbiose mit der Religion gelöst und säkularisiert hat. In systematischer Perspektive arbeitet er die entscheidenden Konflikte, Lernprozesse und Zäsuren heraus sowie die sie begleitenden Transformationen in Wissenschaft, Recht, Politik und Gesellschaft.




Das neue Buch von Jürgen Habermas ist aber nicht nur eine Geschichte der Philosophie. Es ist auch eine Reflexion über die Aufgabe einer Philosophie, die an der vernünftigen Freiheit kommunikativ vergesellschafteter Subjekte festhält: Sie soll darüber aufklären, »

was unsere wachsenden wissenschaftlichen Kenntnisse von der Welt
für uns bedeuten
– für uns als Menschen, als moderne Zeitgenossen und als individuelle Personen«.





Jürgen Habermas wurde am 18. Juni 1929 in Düsseldorf geboren. Von 1949 bis 1954 studierte er in Göttingen, Zürich und Bonn die Fächer Philosophie, Geschichte, Psychologie, Deutsche Literatur und Ökonomie. Er lehrte unter anderem an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt am Main sowie der University of California in Berkeley und war Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg. Jürgen Habermas erhielt zahlreiche Ehrendoktorwürden und Preise, darunter den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2001) und den Kyoto-Preis (2004). Habermas verstarb am 14. März 2026 in Starnberg.





I. ZIRKEL DER GESCHICHTE: DIE ENTSTEHUNG DES MODERNEN DENKENS


Krisenszenarien und Verfallsgeschichten in philosophischen Großtheorien des 20. Jahrhunderts


Religion als eine »gegenwärtige« Gestalt des objektiven Geistes?


Der okzidentale Entwicklungspfad und der Universalitätsanspruch nachmetaphysischen Denkens


Gesellschaftstheoretische Grundannahmen und programmatische Ausblicke


II. DAS SAKRALE: VON DER MYTHISCHEN ERFAHRUNG ZUR MORALISIERUNG DES HEILIGEN


Kognitiver Durchbruch und Bewahrung des sakralen Kerns


Mythos und Ritus


Der Sinn des Sakralen


Der Weg zur achsenzeitlichen Transformation des religiösen Bewusstseins


III. DIE ENTSTEHUNG DER WELTRELIGIONEN: VON JUDENTUM ÜBER BUDDHISMUS UND TAOISMUS ZU CHRISTENTUM


Die Moralisierung des Heiligen und der Bruch mit dem mythischen Denken


Die Abkehr des jüdischen Monotheismus vom »Heidentum«


Buddhas Lehre und Praxis


Konfuzianismus und Taoismus


IV. VON DER GRIECHISCHEN NATURPHILOSOPHIE ZU PLATON: DIE ENTSTEHUNG DES WESTLICHEN DENKENS


Von den griechischen »Naturphilosophen« zu Sokrates


Platos Ideenlehre – im Vergleich


V. DAS URCHRISTENTUM UND SEINE ENTWICKLUNG IM GRÄKOROMANISCHEN REICH


Das Urchristentum: Der verkündigende und der verkündigte Jesus


Die Begegnung von Christentum und Hellenismus in der gräkoromanischen Umgebung des Kaiserreichs


VI. DIE CHRISTLICHE TRANSFORMATION DES PLATONISMUS: PLOTIN UND AUGUSTIN


Plotin und Augustin: Die christliche Transformation des Platonismus


VII. DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE: HEILSINSTITUT UND WELTLICHE MACHT


Die römisch-katholische Kirche – zwischen Heilsanstalt und weltlicher Macht


VIII. KIRCHE, GESELLSCHAFT UND STAAT IM »CHRISTLICHEN EUROPA«


Kirche, Gesellschaft und Staat im »christlichen Europa«


IX. DIE HERAUSFORDERUNGEN DES ARISTOTELES FÜR DIE THEOLOGIE DES 13. JAHRHUNDERTS


Die Herausforderungen des Aristoteles für die Theologie des 13. Jahrhunderts


X. DIE ANTWORTEN DES THOMAS VON AQUIN


Die Antworten des Thomas von Aquin


XI. DIE ONTOLOGISIERUNG DER ARISTOTELISCHEN ETHIK UND DER UMB AU DER PRAKTISCHEN PHILOSOPHIE


Die Ontologisierung der aristotelischen Ethik und der Umbau der praktischen Philosophie


XII. DIE VIA MODERNA: DUNS SCOTUS, WILHELM VON OCKHAM UND DIE »NOMINALISTISCHE REVOLUTION«


Einleitung eines Paradigmenwechsels: Duns Scotus


Wilhelm von Ockham: Das doppelte Gesicht der »nominalistischen Revolution«


XIII. FUNKTIONALE AUSDIFFERENZIERUNG VON RECHT UND POLITIK UND EINE NEUE FORM DER GESELLSCHAFTLICHEN INTEGRATION


Die funktionale Ausdifferenzierung von Recht und Politik und eine neue Form der gesellschaftlichen Integration


XIV. EINE FUNKTIONALISTISCHE THEORIE DER STAATLICHEN MACHT (NICCOLÒ MACHIAVELLI) UND NEUE LEGITIMATIONSPROBLEME (FRANCISCO DE VITORIA)


Eine funktionalistische Theorie der staatlichen Macht (Niccolò Machiavelli) und neue Legitimationsprobleme (Francisco de Vitoria)


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