Sunday 5. February 2012

Inhalt:

Prof. Dr. Renate Zimmer


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Curriculum Vitae Prof. Dr. phil Renate Zimmer


Studium und wissenschaftlicher Werdegang:

1966 - 1967 Studium der Sportwissenschaft an der Deutschen Sporthochschule Köln
1967 - 1968 Studium am Hochschulinstitut für Leibeserziehung an der Universität Mainz Abschluss: Sportpädagogin
1968 - 1972 Lehrerin am Staatlichen St. Willibrord Gymnasium Bitburg und an der Grundschule Bitburg Süd
1972 - 1976 Studium an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule Rheinland-Pfalz, Abt. Worms; Abschluss: Diplom-Erziehungswissenschaftlerin Schwerpunkt: Frühe Kindheit
1976 - 1977 Wissenschaftlichen Assistentin im Fachgebiet Sportwissenschaft der Pädagogischen Hochschule Niedersachsen, Abteilung Hildesheim
1976 - 1981 Lehraufträge an der Katholischen Fachhochschule Norddeutschland Fachrichtung Sozialpädagogik, Fachgebiet Sportpädagogik
1977 - 1980 Wissenschaftliche Assistentin im Fachgebiet Sportwissenschaft der Universität Osnabrück
1980 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Osnabrück zum Thema „Motorik und Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern"
1981 Berufung zur Professorin für Sportpädagogik an der Universität Osnabrück (auswärtiger Ruf (C4) an die TU Braunschweig, Listenplätze an den Universitäten Marburg, Frankfurt und Hildesheim)
1993 Ruf (C4) auf eine Professur für Sportwissenschaft an der Universität Koblenz / Landau (abgelehnt)
1999 Ruf (C4) an die Bergische Universität Wuppertal (abgelehnt)
1999 Ruf (C4) an die Universität Dortmund (abgelehnt)
1999 Ruf (C4) an die Technische Universität Braunschweig (abgelehnt)
ab 2000 Professorin für Sportwissenschaft (C4) Universität Osnabrück
2002 Forschungsprojekt und Lehrauftrag an der Freien Universität Bozen, Bildungswissenschaftliche Fakultät Brixen, Italien
2003 und 2004 Forschungsaufenthalt an der Dimocritus University of Thrace in Komotini/Griechenland
2007 Beteiligung am Aufbau und an der Gründung des Niedersächsischen Instituts für Frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe)
seit 15.12.2007 Vorstandsvorsitzende und Institutsleiterin des nifbe


Außerordentliche Tätigkeiten/Ämter an der Universität Osnabrück:

1999 - 2000 Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Kulturwissenschaften
1999 - 2001 Vorsitzende des Promotionsausschusses des Fachbereichs Erziehungs- und Kulturwissenschaften
2001 - 2003 Mitglied des Senats
1998 - 2004 Mitglied der Haushalts- und Planungskommission der Universität
seit 2002 Mitglied des Zentrums für Lehrerbildung (zeitweise Vorstandsmitglied)
2000 - 2008 Sprecherin und Leiterin des Fachgebietes Sportwissenschaft
seit 1991 Ausrichtung und Leitung der bundesweiten Kongresse „Bewegte Kindheit" im Turnus von 3 Jahren
seit 2006 Vorsitzende der Konferenz sportwissenschaftlicher Hochschuleinrichtungen Niedersachsens (KSHN)


Ehrungen und Auszeichnungen:

4.9.2007 Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland - überreicht durch den Bundespräsidenten Herrn Köhler


Laudatio des Bundespräsidenten

Seit über 30 Jahren beschäftigt sich die national und international anerkannte an der Universität Osnabrück lehrende Sport- und Erziehungswissenschaftlerin mit der frühkindlichen Bildung. Schon früh entwickelte sie Konzepte zur frühkindlichen Entwicklungsförderung und zur Psychomotorik. Praktisch brachte sie ihr Wissen in mehreren Bundesländern bei der Erstellung der Bildungspläne für den Elementarbereich ein. Bundesweit bekannt sind ihre seit 1991 stattfindenden Kongresse „Bewegte Kindheit", an denen regelmäßig 2500 Pädagoginnen und Pädagogen teilnehmen. Viel zitiert ist einer ihrer Buchtitel „Toben macht schlau" - mit dem sie auf die Bedeutung der Bewegung für das Lernen verweist. Ihr unermüdliches Engagement für Kinder zeigt sich auch in ihrer Initiative zur psychomotorischen Förderung von Kindern mit Entwicklungsauffälligkeiten, mit denen sie selbst auch praktisch arbeitet.

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Bundesverdienstorden für Prof. Dr. Renate Zimmer

Pressemitteilungen Uni Osnabrück
Nr. 225/2007, Osnabrück, 2007-08-23


Eine mehr als nur engagierte Wissenschaftlerin
Uni Osnabrück: Prof. Dr. Renate Zimmer wird mit Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet
Sie hat bereits vor 30 Jahren immer wieder herausgestellt, dass Kinder umso besser lernen, wenn sie ausreichend Bewegungsmöglichkeiten haben. »Es ist heute bewiesen, dass Bewegung insbesondere bei jüngeren Kindern als Motor der Entwicklung und als Initiator von Lernprozessen gilt und dass gerade in den ersten Lebensjahren die Lernfähigkeit eines Kindes so groß ist wie in keiner anderen Lebensphase«, so Prof. Dr. Renate Zimmer. Am Dienstag, 4. September, wird Bundespräsident Horst Köhler der Sport- und Erziehungswissenschaftlerin von der Universität Osnabrück für ihr besonderes gesellschaftspolitisches Engagement in Berlin das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichen. »Für mich ist die Auszeichnung eine große Ehre, sie ist aber auch ein Symbol für die zunehmende Anerkennung der Bedeutung frühkindlicher Bildung«, so Zimmer.

Seit über 30 Jahren setzt Renate Zimmer sich unermüdlich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern, insbesondere für die Förderung von Bildung und Gesundheit durch Bewegung in Kindergärten und Schulen ein. Sie entwickelte Konzepte frühkindlicher Erziehung und Bewegungserziehung (»Bewegte Schule«) und hat durch Veröffentlichungen und wissenschaftliche Studien das Gebiet entscheidend vorangetrieben und auch die Praxis nachhaltig beeinflusst. Sowohl national als auch international zählt sie zu den führenden Experten frühkindlicher Erziehung.

Zimmer studierte das Fach Sport/Sportwissenschaft an der Universität Mainz und der Sporthochschule Köln, war als Lehrerin an einem Gymnasium und einer Grundschule (in Bitburg) tätig und absolvierte dann ein weiteres Studium der Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Frühe Kindheit. Bereits in ihrer Dissertation befasste sich die Wissenschaftlerin mit den Zusammenhängen zwischen der motorischen mit der kognitiven Entwicklung bei Kindern. Seit 1981 hat sie eine Professur für Sportwissenschaft/Sportpädagogik an der Universität Osnabrück inne. Bundesweit bekannt sind die Kongresse »Bewegte Kindheit«, die unter der Leitung von Renate Zimmer alle drei Jahre in Osnabrück stattfinden und von rund 2500 Pädagoginnen und Pädagogen besucht werden.

Am 4. September werden in Berlin insgesamt 28 Persönlichkeiten mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet, die sich im Bildungsbereich besondere Verdienste erworben haben. Der Verdienstorden stellt eine der höchsten Auszeichnungen der Bundesrepublik Deutschland dar. »Ich freue mich sehr, dass Frau Prof. Zimmer diese Auszeichnung erhält, sie hat sie mehr als verdient, denn sie ist eine Wissenschaftlerin, die mehr als nur engagiert forscht und lehrt. Sie ist zudem eine geschätzte Kollegin, auf die wir immer bauen können«, so die Dekanin des Fachbereichs Erziehungs- und Kulturwissenschaften, Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke.
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