1801 Bartholomä Herder (1774 -1839) gründet den Verlag Herder in Meersburg am Bodensee. Als Hofbuchdrucker des Fürstbischofs Carl Theodor von Dalberg baut er sein Unternehmen zielstrebig zu einem Universalverlag aus.
1808 Umzug des Verlages nach Freiburg im Breisgau Bartholomäs Sohn Benjamin Herder (1818 - 1888) übernimmt die Verlagsgeschäfte und macht den Verlag zu einer wichtigen Stimme eines neu erwachten selbstbewussten katholischen Denkens. Erste Niederlassungen in St. Louis und Straßburg:
1840 Nach dem Tod von Benjamin Herder leitet sein Sohn Hermann (1864 - 1937) den Verlag. Er treibt die Erschließung neuer Märkte konsequent voran. Niederlassungen in Wien, London, Barcelona, Tokio und Rom machen den Verlag weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und angesehen. Dadurch entgeht der Verlag der geplanten Liquidation durch die Nationalsozialisten.
1944 Eine Fliegerbombe zerstört das Freiburger Verlagshaus fast vollständig. Theophil Herder-Dorneich (1898 - 1987), Schwiegersohn von Hermann Herder und seit 1937 Leiter des Unternehmens, lässt es bald nach Kriegsende wieder auf- und ausbauen.
1963 Hermann Herder (geb. 1926) übernimmt die Leitung des Verlages und widmet sich, wie schon bereits sein Vater, vor allem der Öffnung des Verlages im Geist der christlichen Ökumene, der Begegnung mit anderen Religionen, der säkularen Wissenschaft und den ideellen Bestrebungen der modernen Zeit, ohne dabei die Pflege der ererbten Tradition außer Acht zu lassen.
Heute In nunmehr sechster Verlegergeneration unternimmt es Manuel Gregor Herder (geb. 1966) als Gesamtgeschäftsführer, sich in christlicher Grundgesinnung weltoffen den geistigen Herausforderungen des neuen Jahrhunderts zu stellen.